Musikpreis 2012 an den Jazzbassisten und Komponisten Jürgen Wuchner

Jürgen Wuchner
Foto: Wilfried Heckmann

Jürgen Wuchner, einer der herausragenden Kontrabassisten der deutschen Jazzszene und Komponist erhält 2012 den Darmstädter Musikpreis. Die Jury würdigt Jürgen Wuchner als „Motor hinter vielen Darmstädter Jazzaktivitäten, bei denen er oft im Hintergrund wirkt, immer ermutigend, und der selbst immer wieder mit spannenden eigenen Bandprojekten an die Öffentlichkeit tritt.“ Wuchner ist Gründer und künstlerischer Leiter der Darmstädter Jazz Conceptions, eines bundesweit einzigen Workshops, den er 1992 in Darmstadt etablierte und der jährlich stattfindet. Die Jury ist sich sicher, dass er mit dafür verantwortlich ist, dass „wir ein so zahlreiches und sachverständiges Jazzpublikum in Darmstadt haben“. Gemeinsam mit Uli Partheil leitet er in Darmstadt eine Jazz & Pop School und unterrichtet zudem an der Akademie für Tonkunst. Für seine Arbeit als Musiker und Pädagoge wurde er 1996 mit dem renommierten Hessischen Jazzpreis ausgezeichnet.

 

Jürgen Wuchner, geb. 22.01.1948 in Kleinostheim bei Aschaffenburg, spielte nach einem Studium an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt Kontrabass und E-Bass in den Gruppen von Hans Koller, Heinz Sauer, Herbert Joos und Günther Klatt. Seit 1983 ist er an Experimenten mit Jazz/Streicher-Gruppen (String Project und Family of Percussion meets Bass Strings und The Bassic Trio mit Vitold Rek und Norbert Dömling) beteiligt. Herausragend war seine Tribute to Charles Mingus-Band mit u.a. Janusz Stefanski, Karl Berger und Matthias Schubert und eine Gruppe mit Rudi Mahall, Marty Cook und Tom Nicholas. Er spielt sowohl im Trio mit dem Vibrafonisten Christopher Dell und dem Schlagzeuger Günter Sommer als auch im Quartett mit dem Holzbläser Wollie Kaiser, dem Trompeter Thomas Siffling und Schlagzeuger Janusz Stefanski. Wuchner ist als Studiomusiker für Rundfunk und Fernsehen tätig gewesen und gastierte bei zahlreichen internationalen Festivals.

Dokumentation zur Preisverleihung und Preisträgerkonzert

(die Broschüre ist auch kostenlos beim Kultur-Förderkreis erhältlich) (2,1 MiB)